Aktuelle Meldungen

Update Corona-Verordnung (19.06.2021)

Die Verpflichtung, im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, ist mit der neuen Verordnung, die am Samstag, den 19. Juni 2021 veröffentlicht wurde, entfallen. Außer der Notwendigkeit, weiterhin auf das Einhalten des Mindestabstands zu achten, gibt es aktuell keine Einschränkungen mehr für den Unterricht in geschlossenen Räumen.

Bitte achten Sie generell auf das Einhalten von Mindestabständen und sorgen Sie bei Unterricht in geschlossenen Räumen für regelmäßiges Lüften. Außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung in Bereichen zu tragen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten die Einhaltung des Abstandsgebots nicht durchgängig gewährleistet werden kann und die entsprechend zu kennzeichnen sind. Das sind in der Regel Flure, Treppenhäuser, Toilettenanlagen u.ä..

Natürlich muss nicht alles, was erlaubt ist, auch so umgesetzt werden. Wie immer empfehlen wir Ihnen, sich im Zweifel mit Ihrem Einrichtungsträger, den örtlichen Gesundheitsbehörden und nicht zuletzt auch mit Ihren Lehrkräften, den Eltern und den Schüler*innen zu verständigen.

Update Corona-Verordnung (31.05.2021)

Die niedersächsische Landesregierung hat gestern eine neue Corona-Verordnung verabschiedet, die am heutigen Montag, 31.5.2021 in Kraft tritt.

Vor dem Hintergrund allgemein sinkender Infektionszahlen/Inzidenzwerte (IW) mit dem Corona-Virus ergeben sich durch die neue Verordnung weitere Erleichterungen in Bezug auf den Unterricht an Musikschulen. Hier die wichtigsten Informationen zusammengefasst:

IW 50 - 165: Präsenzunterricht innerhalb geschlossener Räume ist grundsätzlich erlaubt. Einschränkungen bei Unterricht mit Blasinstrumenten und Gesang/Chor (max. 4 Teilnehmer*innen - diese Einschränkungen entfallen beim Musikunterricht unter freiem Himmel). Testpflicht für Schüler*innen über 14 Jahre und Lehrkräfte, ausgenommen Geimpfte und Genese (Selbsttests 2 x wöchentlich mit Eigendokumentation genügen).

IW 35 – 50: Die Limitierung der Teilnehmer*innenzahl bei Blasinstrumenten/Gesang entfällt. Weiterhin Testpflicht für alle Schüler*innen über 14 Jahre und Lehrkräfte, ausgenommen Geimpfte und Genese (Selbsttests 2 x wöchentlich mit Eigendokumentation).

IW unter 35: Verpflichtung zum Nachweis eines Negativtests für Schüler*innen und Lehrkräfte entfällt.

Für alle o.g. Szenarien gilt: Die bekannten Hygienemaßnahmen für alle Personen im Musikschulgebäude und in Unterrichtsräumen (Einhaltung der Abstandsregeln, Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, regelmäßiges Lüften) sind ebenso wie die Dokumentationspflichten weiterhin gültig. Bläser*innen und Sänger*innen dürfen während des Spiels die MNB abnehmen. Jede Musikschule benötigt ein schriftliches Hygienekonzept.

Bitte beachten Sie: Die Verordnung setzt den Rahmen, also die Möglichkeit der Öffnung. Damit die Erleichterungen vor Ort erfolgen können, muss die jeweilige kreisfreie Stadt bzw. der Landkreis zuvor an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen eine 7-Tage-Inzidenz unter 50 bzw. 35 haben.

Bitte lesen Sie hierzu die beiliegende Verordnung, insbesondere die Ausführungen in § 14 a (außerschulische Bildung). Zu beachten sind insbesondere auch die Bestimmungen in § 2 (Abstandsgebot), § 3 (Mund-Nasen- Bedeckung), § 4 (Hygienekonzept), § 5 (Datenerhebung), § 5a (Testung) und § 6a (Veranstaltungen). Wichtige Hinweise finden Sie im Erläuterungsteil insbesondere auf den Seiten 58 ff.

Bitte stimmen Sie sich im Zweifel mit ihren örtlichen Gesundheitsbehörden und dem Träger Ihrer Musikschule ab.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle gerne zur Verfügung. Gegebenenfalls finden Sie Antworten auf Ihre Fragen auf der Corona-FAQ Seite des Landesverbandes, die regelmäßig aktualisiert wird.

Neue Corona Verordnung bringt viele Lockerungen für den Musikunterricht (10.05.2021)

Die niedersächsische Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung verabschiedet, die eine Vielzahl von Lockerungen beinhaltet und eine echte Perspektive für die Arbeit von Musikschulen darstellt. Die Verordnung tritt am 10.05.21 in Kraft. Zentrale Forderungen des Landesverbandes wurden weitgehend aufgegriffen. Unter anderem werden die Regelungen für Einrichtungen der außerschulischen Bildung nun stärker an die Vorgaben für den Bereich der schulischen Bildung angeglichen.

Im Folgenden die Bestimmungen kurz zusammengefasst:

  1. Einzelunterricht in Präsenz ist grundsätzlich und unabhängig von Inzidenzwerten in allen Unterrichtsfächern möglich.
  2. Unterhalb eines Inzidenzwerts von 165 istunter Einhaltung der bekanntenMindestabständenun auch wieder der Gruppen- und Ensembleunterricht in Präsenz möglich. Die jeweilige Gruppenzusammensetzung sollte nach Möglichkeit unverändert bleiben.
  3. Der Präsenzunterricht mit Blasinstrumenten und Gesang (auch Bläserensembles, Blasorchester und Chöre) ist generell auf max. 4 Personen beschränkt.
    Achtung: Diese Einschränkung entfällt, wenn diese Aktivitäten unter freiem Himmel stattfinden!
  4. Mund-Nasen-Bedeckung (MNB): Im Unterrichtsgebäude und während des Unterrichts ist eine MNB (FFP2, medizinisch) zu tragen. Kinder unter 6 Jahren sind davon befreit.
  5. Testpflicht: Grundsätzlich besteht eine Testpflicht für alle Personen über 14 Jahre, die das Musikschulgebäude oder die Unterrichtsräume betreten. Für Kinder unter 14 Jahren entfällt die Pflicht zum Testen (§ 5a). Bei Schüler*innen, Lehrkräften sowie weiteren, regelmäßig in der Einrichtung tätigen Mitarbeiter*innen, genügt ein zweimaliger Text pro Woche. Genesene und vollständig geimpfte Personen unterliegen nicht der Testpflicht. Personen, die voraussichtlich keinen Kontakt zu Schüler*innen, Lehrkräften und Mitarbeitenden haben, sind ebenso von einer Testpflicht befreit. Eine Teststation im Gebäude kann eingerichtet werden.
  6. Selbsttests: Zulässig sind folgende Antigen-Testverfahren: https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html
    Bei Durchführung eines Selbsttests dürfen die genannten Personen die Dokumentation des Testergebnisses selbst erbringen (Vorschlag der Geschäftsstelle zur Dokumentation: Name, Vorname, Geburtsdatum, Selbsttestprodukt, Datum/Uhrzeit Testung und Ergebnis, Unterschrift).

    Liegt bei einem/r Schüler*in, einer Lehrkraft oder einem/r Mitarbeiter*in der Musikschule ein positiver Test auf das Corona-Virus vor, muss die Schulleitung unverzüglich darüber informiert werden. Jeder weiteren Person, die der Lerngruppe der positiv getesteten Person angehört, ist der Zutritt zu der Einrichtung verboten, bis sie oder er durch einen Test, der nach dem Beginn des Zutrittsverbots durchgeführt sein muss, den Nachweis eines negativen Testergebnisses erbringt.
  7. Dokumentation: Musikschulen sind verpflichtet, personenbezogene Daten der besuchenden oder teilnehmenden Personen zu erheben. Die Dokumentation mittels Stundenplan, Anwesenheitslisten o.ä. ist ausreichend (§ 5/4/2).

Hinweis:

Für allgemeinbildende Schulen gelten während des regulären Schulunterrichts z.T. abweichende Regelungen. Diese sind im jeweils gültigen Rahmenhygieneplan Corona-Schule nachzulesen. Für die ausschließlich räumliche Nutzung von Schulgebäuden (ohne inhaltlich organisatorische Kooperation) sind hingegen die Regeln der aktuellen Landesverordnung maßgeblich.

Hier der Link zur aktuellen Corona-Verordnung. Die für Musikschulen zutreffenden Regelungen finden Sie hauptsächlich in § 14 a (Seite 15 ff.).

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle. Wir sind bemüht, Ihnen möglichst schnell zu helfen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir in der einen oder anderen Fragestellung - etwa bezgl. der Vorgaben zur Durchführung von Tests oder zum Tragen der MNB - selbst noch (juristische) Beratung einholen müssen. Wir werden in diesen Fällen versuchen, eine schnelle Klärung herbeizuführen und Sie zeitnah entsprechend informieren. Bedenken Sie, dass Sie nicht alles, was erlaubt ist, auch umsetzen müssen. Treffen Sie Ihre Entscheidungen vor dem Hintergrund Ihrer jeweiligen örtlichen Rahmenbedingungen. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem Träger und/oder mit den örtlichen Gesundheitsbehörden abzustimmen.

Präsenzeinzelunterricht an Musikschulen erlaubt (29.03.21)

Die niedersächsischen Landesregierung hat am 28.03.21 eine neue Corona-Verordnung verabschiedet. Das Verbot des Präsenzunterrichtes für Musikschulen und andere kulturelle Bildungseinrichtungen wurde in Teilen aufgehoben. Somit ist in Niedersachsen der Musikeinzelunterricht unbeschränkt möglich.

Wortlaut der Bestimmungen in § 14a der Landesverordnung:

  1. Im Bereich der außerschulischen Bildung, vor allem in Volkshochschulen, Musikschulen und Einrichtungen der kulturellen Bildung, ist der Präsenzunterricht sowie in diesem Bereich auch der aufsuchende Unterricht, ausgenommen der Einzelunterricht, die Einzelausbildung, der praktische Fahr- und Flugunterricht und Schulungen in Erster Hilfe nach § 19 FeV, untersagt. 2Weiterhin zulässig sind die Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung.

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html

Der Landesverband niedersächsischer Musikschulen hat sich in den vergangenen Tagen intensiv um eine Öffnungsperspektive für die Musikschulen bemüht. Anliegend erhalten Sie ein Schreiben der Verbandspräsidentin Gabriele Lösekrug-Möller an den niedersächsischen Ministerpräsidenten verbunden mit einem Vorschlag für eine schrittweise Öffnung von Musikschulen im Rahmen des niedersächsischen Stufenplans zur Kenntnis. Darüber hinaus hat sich der Landesverband mit Nachdruck dafür ausgesprochen, dass alle Musikschullehrkräfte in die Gruppe der mit hoher Priorität zu impfender Personen aufgenommen werden.

Impfpriorisierung für Musikschullehrkräfte in Kooperationsprojekten mit Kitas- und Grundschulen (15.3.2021)

Aufgrund der weiterhin dynamischen pandemischen Lage ist mit Änderung der Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaImpfV) zum 24. Februar 2021 eine Anpassung der Priorisierungsgruppen vorgenommen worden.

Durch die Änderung gehören nunmehr auch Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind, in die Gruppe der mit hoher Priorität zu impfenden Personen (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 9 der aktuell gültigen CoronaImpfV). Dies soll laut Verordnungsbegründung eine zügige und sichere Umsetzung der Öffnungsstrategien im Hinblick auf die Kinderbetreuungseinrichtungen und Grund-, Sonder- und Förderschulen ermöglichen. Wenn die genannten Einrichtungen wieder öffnen, sollen Impfungen der dort tätigen Personen ein Element sein, um das Infektionsrisiko zu senken. Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie in Schulen tätig sind, die nicht unter § 3 Abs. 1 Nr. 9 CoronaImpfV fallen, sind weiterhin mit erhöhter Priorität impfberechtigt (§ 4 Abs. 1 Nr. 8 CoronaImpfV).

Soweit Beschäftigte von Kooperationspartnern von Kitas- und Schulen des Primarbereichs trotz einer erst schrittweisen Öffnung bereits wieder in den in § 3 Abs. 1 Nr. 9 CoronaImpfV genannten Einrichtungen und Schulen tätig sind und Kontakt zu Kindern haben, zählen sie zu der Personengruppe, die grundsätzlich mit hoher Priorität impfberechtigt sind.

§ 6 Abs. 4 Nr. 2 CoronaImpfV sieht zum Nachweis der Impfberechtigung bei Personen, die in einer in §§ 2 bis 4 genannten Einrichtungen tätig sind, eine Bescheinigung der Einrichtung oder des Unternehmens vor. Grundsätzlich reicht hier eine „Eigenbescheinigung“ des impfwilligen Personenkreises nicht aus. Sofern die Tätigkeit zwar regelmäßig und umfangreich, aber an vielen verschiedenen Einrichtungen erfolgt und eine Bescheinigung einer Einrichtung, an der die Tätigkeit ausgeübt wird, nicht erlangt werden kann, kann ggf. im Einzelfall die Anerkennung einer Eigenbescheinigung in Betracht gezogen werden, wenn zumindest der ungefähre geplante zeitliche Umfang der Tätigkeit in den einzelnen Einrichtungen nachgewiesen und dokumentiert werden kann.

Eine Meldung der impfberechtigten Personen erfolgt hier über die Schulen oder Einrichtungen, an denen die Personen tätig sind. Sollte dies nicht möglich sein, können impfberechtige Mitarbeitende auch im Internet unter www.impfportal-niedersachsen.de oder telefonisch unter der Nummer 0800 99 88 665 einen Termin vereinbaren.

Präsenzunterricht an Musikschulen bleibt weiterhin untersagt (15.1.21)

Am 06.03.21 hat die niedersächsische Landesregierung eine weitere Änderung der Corona-Schutzverordnung veröffentlicht und am 13.3.21 mit zusätzlichen Erläuterungen versehen. Diese Verordnung hat Bestand bis zum 28. März 2021. Die aktuelle Landesverordnung untersagt den Präsenzunterricht an Musikschulen und weiteren Einrichtungen der außerschulischen Bildung:

§ 14 a Außerschulische Bildung

Im Bereich der außerschulischen Bildung, vor allem in Volkshochschulen, Musikschulen und Einrichtungen der kulturellen Bildung, ist der Präsenzunterricht untersagt. Weiterhin zulässig sind die Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung, soweit die Vorgaben des § 2 Abs. 2 eingehalten werden.

Wir bereits der medialen Berichterstattung entnommen werden konnte, müssen vor dem Hintergrund weiterhin steigender Infektionszahlen die Kontaktbeschränkungen erheblich verschärft werden. Dies betrifft alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens und natürlich auch den Bereich von schulischen und  außerschulischen Bildungsangeboten.

Land untersagt Präsenzunterricht an Musikschulen (8.1.21)

Am heutigen Freitag, den 08.01.21 hat die niedersächsische Landesregierung eine Änderung der Corona-Schutzverordnung veröffentlicht. Diese tritt ab sofort in Kraft und hat Bestand bis zum 31. Januar 2021. Die aktuelle Landesverordnung untersagt den Präsenzunterricht an Musikschulen und weiteren Einrichtungen der außerschulischen Bildung:

§ 14 a Außerschulische Bildung

Im Bereich der außerschulischen Bildung, vor allem in Volkshochschulen, Musikschulen und Einrichtungen der kulturellen Bildung, ist der Präsenzunterricht untersagt. Weiterhin zulässig sind die Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung, soweit die Vorgaben des § 2 Abs. 2 eingehalten werden.

Wir bereits der medialen Berichterstattung entnommen werden konnte, müssen vor dem Hintergrund weiterhin steigender Infektionszahlen die Kontaktbeschränkungen erheblich verschärft werden. Dies betrifft alle Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens und natürlich auch den Bereich von schulischen und  außerschulischen Bildungsangeboten. Im Gegensatz zu Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen hat die niedersächsische Landesregierung den Bereich der kulturellen Bildung und der Erwachsenenbildung bislang weitgehend von Einschränkungen ausgenommen. Im Rahmen der geltenden Abstands- und Hygieneregelungen konnten kulturelle Bildungsangebote von wenigen Ausnahmen abgesehen weiterhin in Präsenz stattfinden. Dennoch hatte Minister Björn Thümler kurz vor den Weihnachtsfeiertagen an die Musikschulen appelliert, durch einen kompletten Verzicht auf  Präsenzangebote einen Beitrag zur Milderung des Infektionsgeschehens zu leisten. Das nun erfolgte Verbot von Präsenzunterricht ist konsequent und war angesichts der gegenwärtigen Entwicklung des Infektionsgeschehens zu erwarten. Ausnahmen: Erlaubt ist unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneauflagen die „Durchführung von Prüfungen und die Bildungsberatung“. Gemeint sind hier wohl wichtige und unaufschiebbare Prüfungsvorspiele bzw. Unterrichtsangebote, die der Vorbereitung auf Aufnahme-, Zwischen- oder Abschlussprüfungen dienen. Bitte klären Sie die Notwendigkeit der Durchführung solcher Angebote mit Ihrem Träger bzw. anderen dafür zuständigen Einrichtungen oder Personen vor Ort. Unbenommen vom aktuellen Verbot des Präsenzunterrichts steht es den Musikschulen frei, ihre Angebote mittels alternativer Unterrichtsformen zu vermitteln. Die vielfältigen Möglichkeiten des digitalen Fern- bzw. Distanzunterrichts, die sich in der jüngsten Vergangenheit bewährt haben, sind auch jetzt eine gute Grundlage für die Vermittlung musikalischer Bildungsangebote.

Musikschulen sollen auf Präsenzangebote verzichten (17.12.20)

In einem persönlichen Schreiben an den Landesverband niedersächsischer Musikschulen fordert der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, die niedersächsischen Musikschulen auf, Ihre Präsenzunterrichtsangebote ab sofort einzustellen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt weiterhin besorgniserregend an. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um die Pandemie in Niedersachsen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Entsprechend des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom 13. Dezember 2020 sind daher weitere Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens vom 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 erforderlich. Für die Musikschulen ist in der aktuellen Corona-Verordnung zwar keine allgemeine Schließung verfügt worden. Wir müssen aber gemeinsam dafür sorgen, dass alle verzichtbaren Kontakte in den kommenden Wochen unterbleiben. Es ist ein Zeichen gesellschaftlicher und menschlicher Verantwortung, dafür einen Beitrag zu leisten. Ich bitte deshalb eindringlich darum, den Präsenzunterricht bis zum 10. Januar 2021 einzustellen. Ausnahmen können für bereits begonnene Prüfungsverfahren vorgesehen werden. Onlinekurse können selbstverständlich weiterhin stattfinden. Wenn wir uns an die Regeln halten, werden wir die Krise gemeinsam bewältigen und die Infektionszahlen nachhaltig senken können."

Harter Lockdown in Niedersachsen - Empfehlung des Landesverbandes (14.12.20)

Wie die Medien berichten, haben sich der Bund und die Länder auf einen „harten Lockdown“ ab kommendem Mittwoch (16. Dezember) geeinigt. Einige Bundesländer haben beschlossen, Schulen und Kindertageseinrichtungen zu schließen. In Niedersachsen bleiben allgemein bildende Schulen und Kitas nach den uns vorliegenden Informationen bis Freitag, den 18.12.20 geöffnet, jedoch ist die Präsenzpflicht ausgesetzt. Schülerinnen und Schüler können auf Wunsch ab sofort zu Hause bleiben, sind jedoch gehalten an „Homeschooling-Angeboten“ teilzunehmen.

Nach unserer Auffassung gilt diese Regelung für den gesamten Bildungsbereich, also auch für die Musikschulen. Präsenzunterricht ist zwar noch möglich, sollte jedoch möglichst von Distanzlernangeboten ersetzt werden, damit das dringende Ziel der Kontaktvermeidung erreicht werden kann. Nach Mitteilung des Kultusministeriums bleiben auch Kitas grundsätzlich geöffnet, jedoch werden auch sie aufgefordert, ihren Präsenzbetrieb weitestgehend herunterzufahren. Kultusminister Grant Hendrik Tonne: „Wir appellieren daher deutlich: Wer es einrichten kann, soll seine Kinder bitte zu Hause betreuen und so einen Beitrag zum Herunterfahren des öffentlichen Lebens leisten!“

Wir empfehlen Ihnen, Ihr Unterrichtsangebot entsprechend anzupassen und ggfls. eine individuelle Klärung mit Ihren Schülern bzw. Eltern sowie mit Ihren Kooperationspartnern zu suchen.

Niedersachsen im Lockdown - Musikschulen bleiben in Betrieb (5.11.20)

Viele Kultureinrichtungen müssen für die Dauer eines Monats ihren Betrieb einstellen bzw. sind für den Publikumsverkehr gesperrt. Von den neuen Kontaktbeschränkungen weitestgehend unberührt bleibt dagegen der Bildungsbereich. Ganz im Gegenteil – es geht gerade auch um die Aufrechterhaltung der Bildungseinrichtungen. Kitas und Schulen bleiben weiterhin geöffnet, in den niedersächsischen Schulen wird weiterhin ein eingeschränkter Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler gefahren. Das Recht auf Bildung ist ein hohes Gut und nur durch gemeinsames Lernen kann der Bildungsauftrag in Schule erfüllt und Chancengleichheit gewahrt werden. Auch die sonstigen Bildungsstätten insbesondere der Erwachsenenbildung, beruflichen Fort-, Aus- und Weiterbildung, Einrichtungen der kulturellen Bildung und Hochschulen bleiben geöffnet.

Angebote der kulturellen Bildung sind  im Umkehrschluss zu den Regelungen des § 10 der VO  weiterhin möglich, da diese nicht in der dort vorgenommenen Aufzählung enthalten sind. Musikschulen können somit ihren Betrieb grundsätzlich aufrecht erhalten.

Vorbehaltlich von Änderungen im Verordnungstext sowie ggfls. abweichenden örtlichen Bestimmungen nachfolgend wichtige Hinweise und Empfehlungen, die sich aus den Bestimmungen der Verordnung ergeben.

  1. Der Betrieb von Musikschulen ist unter Beachtung der bisher bereits bekannten Auflagen (Dokumentations-, Hygiene- und Schutzmaßnahmen) weiterhin möglich.
  2. Das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m zwischen Personen ist unbedingt durchgängig einzuhalten.
  3. Eine Ausnahme vom Abstandsgebot besteht lediglich für Gruppen von Kindern im Alter von bis zu 12 Jahren
  4. Eine Begrenzung der Teilnehmerzahlen an einem kulturellen Bildungsangebot ergibt sich aus der Verordnung nicht. Die max. Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt durch das Abstandsgebot und die Raumgröße.
  5. Jede Person über 6 Jahre hat in geschlossenen undöffentlich zugänglichen Räumen zwingend eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen. Die Musikschule gilt als öffentlich zugänglicher Raum. Die Verpflichtung zum Tragen einer MNB gilt auch für Lehrende und die Teilnehmende eines Bildungsangebotes der Musikschule.
  6. Abweichend davon darf während einer Veranstaltung, an der die anwesenden Personen sitzend teilnehmen, die Mund-Nasen-Bedeckung dann abgenommen werden, soweit und solange die Teilnehmer*innen ihren Sitzplatz eingenommen haben und der Mindestabstand von 1,5 m zur nächsten Person eingehalten wird. Sofern diese Auflagen im Musikunterricht eingehalten werden, kann hier bei den anwesenden Personen auf das Tragen einer MNB verzichtet werden. Dies gilt jedoch ausdrücklich nicht für Unterrichtsangebote unter Beteiligung von Blasinstrumenten oder Gesang. Hier gilt die bereits bekannte Einschränkung, dass jeweils ein/e musikalisch aktive/r Bläser*in bzw. Sänger*in die MNB für die Dauer ihrer Aktivität abnehmen darf. Währenddessen müssen alle anderen anwesenden Personen eine MNB tragen. Das gleichzeitige Singen bzw. Spielen von Blasinstrumenten mehrerer Personen im Unterricht (auch Ensembles, Chor) ist nicht möglich.
  7. Veranstaltungen mit sitzendem Publikum sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Sofern sie „der Unterhaltung dienen“ sind Veranstaltungen jedoch unzulässig. Dies trifft nach Auffassung des Landesverbandes auf Konzerte und analog auch auf Schülervorspiele zu, sofern diese nicht im Rahmen des Unterrichts oder einer Prüfung erforderlich sind.

Bitte sind Sie sich Ihrer Verantwortung zum Schutz der Bevölkerung vor Ansteckung bewusst, achten Sie auf die Einhaltung der Vorschriften und stimmen Sie gegebenenfalls Ihr Hygienekonzept auf die neuen Regelungen ab. Im Zweifelsfall halten Sie bitte Rücksprache mit den örtlichen Gesundheitsbehörden.

 

Bundesregierung kündigt zusätzliche Hilfen für Kulturbereich an (10.11.20)

die Bundesregierung hat die angekündigten Finanzhilfen für den Kulturbereich konkretisiert:

  • Soloselbständige können für den November 2020 bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes als direkte Hilfe erhalten. Anstelle des Vergleichsmonats 2019 können sie auch den monatlichen Durchschnittsverdienst 2019 als Bezugsrahmen zugrunde legen. Bis zu einer Summe von 5.000 Euro stellen Soloselbständige die Anträge selbst. Bei höheren Summen nimmt ein*e Steuerberater*in die Beantragung vor.
     
  • Betriebe, die von behördlichen Schließungen betroffen sind, werden mit Überbrückungshilfen in Höhe von 75 Prozent ihres Umsatzes aus November 2019 unterstützt.
     
  • Als indirekt Betroffene gelten Betriebe und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihres Umsatzes in Zusammenarbeit mit den direkt betroffenen Betrieben erwirtschaften. Auch ihnen können 75 Prozent ihres Umsatzes aus November 2019 erstattet werden.
     

Detailfragen werden derzeit noch im Finanz- sowie Wirtschaftsministerium geklärt. Anträge für die Überbrückungshilfe können ab sofort gestellt werden. Im Folgenden finden Sie hilfreiche Links:

> Pressemitteilung der Bundesregierung zum Nachlesen

> Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbständige und gemeinnützige Organisationen (Bundesministerium der Finanzen)

> NEUSTART KULTUR (Rettungspaket für den Kultur- und Medienbereich)