Netzwerk Inklusion
Der Verband deutscher Musikschulen vertritt die Leitidee einer inklusiven Gesellschaft, wie sie seit der Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung im Jahre 2009 umzusetzen ist.
Mit der Potsdamer Erklärung (2014) haben sich die Träger der öffentlichen Musikschulen in Deutschland gemeinsam mit ihren Trägerverbänden auf Landes- und Bundesebene dazu bekannt, die politisch gewollte Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft im Rahmen ihrer Zuständigkeit und ihrer Möglichkeiten durch eine inklusive Musikschul- und Verbandsentwicklung zu unterstützen. Ziel ist die strukturelle Verankerung eines Netzwerkes Inklusion auf allen Ebenen des Verbands.

„Wir bekennen uns zur Inklusion als Anspruch und Aufgabe. Wir ermöglichen jedem Menschen, an der Musik teilzuhaben – durch diskriminierungsfreie, auch aufsuchende Angebote, durch weitgehende Selbstbestimmung jedes Einzelnen sowie eine äußere und innere Barrierefreiheit. Vielfalt und Heterogenität erkennen und nutzen wir als Chance und stellen dabei den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt“.
(Aus dem Leitbild der öffentlichen Musikschulen im VdM)
Die Beauftragten für Inklusion im Landesverband niedersächsischer Musikschulen
Cheyenne Helmdorf
ist Musikpädagogin und Musikerin mit Schwerpunkt auf (kultureller) Diversität und Diskriminierungssensibilität. Ziel ist es, Musikräume zu gestalten, in denen alle Menschen – unabhängig von Alter, Ethnizität, sozialer Herkunft, Behinderung, Erfahrungen und weiteren Merkmalen, die Gleichberechtigung betreffen – gemeinsam musizieren, lernen und sich begegnen können. Ihre Arbeit steht für Offenheit, Neugier und das gegenseitige Bereichern durch unterschiedliche Lebenswelten
Seit 2016 arbeitet sie an der Musikschule Isernhagen & Burgwedel e.V., seit 2018 als stellvertretende Leitung. Dort unterrichtet sie im Bereich der Elementare Musikpädagogik (EMP), Querflöte und SVA.
In ihrer Arbeit hatte sie die Gelegenheit, kulturelle Vielfalt in Projekten im Ausland zu erleben, kennenzulernen und aktiv zu erfahren – Begegnungen mit unterschiedlichen Musikkulturen, Arbeitsweisen und Bildungszugängen, die ihren Blick für inklusive Lernwege erweitert haben.


Malin Kumkar
setzt in ihrer Tätigkeit als Musikvermittlerin, -pädagogin und Musikerin den Schwerpunkt auf kooperative, innovative sowie interdisziplinäre Projekte. Im Zentrum steht dabei immer die Leidenschaft für Musik.
Seit Oktober 2022 arbeitet sie an der Musikschule der Hansestadt Lüneburg im Bereich Elementare Musikpädagogik (EMP) und Violoncello.
Aus ihrer Sicht muss Musik, insbesondere klassische Musik, für alle da sein. »Niemand darf durch die vorherrschenden Strukturen benachteiligt oder gar vergessen werden«, sagt sie.
Neben der regelmäßigen Unterrichtstätigkeit reicht Ihr derzeitiges Spektrum von interaktiven Konzerten, Musikprojekten für Personen mit Hörbeeinträchtigung, Lehrtätigkeiten in der Weiterbildung und Improvisationsworkshops bis hin zum Management von großen Musikvermittlungsprojekten.
Veranstaltungen aus dem Netzwerk Inklusion
Netzwerktreffen: Offenes Forum Inklusion
Unser regelmäßiges Onlinetreffen für Lehr- und Leitungskräfte an Musikschulen. Diskutieren Sie mit und lassen Sie sich für Ihre nächsten Schritte zu noch mehr musisch-kultureller Teilhabe inspirieren!
Weitere AnsprechpartnerInnen im Netzwerk Inklusion auf Bundesebene
Hinweise und Informationen zum Thema
Handlungsfelder für die gelingende
inklusive Entwicklung an den öffentlichen Musikschulen in Deutschland.
Empfehlungen des VdM zur Ausgestaltung der Aufgaben und Beschäftigungsverhältnisse von Inklusionsbeauftragten an Musikschulen
Musikschule im Wandel -Inklusion als Chance (2014)