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Landesverband niedersächsischer
Musikschulen e.V.

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Dienstag, 10. März 2020, Landesverband niedersächsischer Musikschulen

Mitgliederversammlung und Jahrestagung 2020 - Verlegung nach Hannover

Abstimmung bei der Jahrestagung 2019 in Osnabrück.

Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr mit dem Coronavirus findet diese nicht in Stade, sondern in der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, statt.

Bei ihrer Jahrestagung in Hannover nehmen die öffentlichen Musikschulen Niedersachsens wichtige Zukunftsaufgaben in den Blick.

Am 12. März 2020 veranstaltet der Landesverband niedersächsischer Musikschulen seine jährliche Mitgliederversammlung und Jahrestagung in Hannover. Die Vertreter/innen der 74 öffentlichen Musikschulen treffen sich in der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, um sich mit hochaktuellen und für ihre künftige Arbeit wegweisenden Themen zu befassen.

Ein Tagungsschwerpunkt ist die Vorstellung und Erörterung eines neuen Konzepts zur systematischen Förderung des musikalischen Nachwuchses. Der Landesverband sieht hier einen besonderen Handlungsbedarf, denn bereits in wenigen Jahren müssen an Schulen und Musikschulen viele freiwerdende Stellen nachbesetzt werden. Vielerorts ist der Mangel an qualifizierten Fachlehrkräften für Musik heute schon deutlich spürbar. „Musikalische Begabungsförderung beginnt bereits im Kindergartenalter. Wir möchten allen musikalisch interessierten und talentierten Kindern weitere Chancen eröffnen, ihre Potenziale in der Musikschule zu entfalten“, sagt die Präsidentin des Landesverbandes, die frühere Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller. Das neue Förderkonzept schlägt eine Brücke vom erfolgreichen Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik!“ zur gezielten Studien- und Berufsvorbereitung, wie sie bereits an vielen Musikschulen gang und gäbe ist. „Im Rahmen des erfolgreichen Landesprogramms zur musikalisch-kulturellen Teilhabe erhalten jährlich rund 40.000 Kinder in Kitas und Grundschulen über ihre örtliche Musikschule einen ersten Zugang zur Musik. Viele dieser Kinder sind musikalisch begabt, aber nur, wenn sie richtig gefördert werden, können sie ihr Potenzial auch entfalten. Dieses große Potenzial gilt es heute gezielt zu nutzen, um den künstlerischen und pädagogischen Nachwuchs von morgen zu gewinnen“, meint Daniel Keding, der das Thema Begabungsförderung im Verbandsvorstand vertritt.

Der zweite Schwerpunkt der Tagung betrifft politische Vermittlungsstrategien. Die zentrale Frage lautet: „Wie können die Musikschulen die Politik noch stärker einbinden, damit sie ihren gesellschaftlichen Bildungsauftrag erreichen können?“ Dringender Nachholbedarf wird vor allem bei der Musikschulförderung des Landes gesehen, denn hier liegt Niedersachsen im Bundesvergleich weit abgeschlagen am unteren Ende der Skala. „Unsere Musikschulen leisten unglaublich viel für die Bildung und Entwicklung von Kindern und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Qualität und hervorragende Bildung aber haben ihren Preis. Zur Entlastung der Kommunen und Eltern fordern die öffentlichen Musikschulen deshalb zu Recht ein größeres finanzielles Engagement des Landes und zwar mindestens auf Bundesniveau“, so Gabriele Lösekrug-Möller. Mit großer persönlicher Überzeugung und viel Engagement setzt sie sich seit sechs Jahren auf politischer Ebene ehrenamtlich für die Interessen der Musikschulen ein. Bei der anstehenden Neuwahl wird sie erneut für das Amt an der Spitze des Verbandes kandidieren.