ELEMENTAR: Demenz und Musik

Aktives Musizieren mit demenziell erkrankten Menschen


Demenz ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Bei der oft schwierigen Begleitung demenziell erkrankter Menschen bildet der Einsatz von Musik eine der wirksamsten und erfolgreichsten Interventionsmethoden. Dies ist dem Phänomen zu verdanken, dass das musikalische Langzeitgedächtnis nicht nur bei gesund alternden Menschen am längsten erhalten bleibt, sondern auch bei Demenzpatienten. Um dieses Wissen nutzen zu können, benötigt die Lehrkraft Kompetenzen, die ihr den Zugang zu den kranken Schüler*innen ebnen und darüber einen erfolgreichen Unterricht ermöglichen.

Inhalte

  • Warum eignet sich Musik besonders gut für Menschen mit Demenz?
  • Was ist eine Demenz und wie wirkt sie sich aus?
  • Der einfühlende Umgang mit demenziell erkrankten Menschen
  • Musik als Schlüssel zur Seele des Menschen
  • Die Bedeutung des Gehörs
  • Die wesentlichen Unterschiede zwischen therapeutischem/validierenden und herkömmlichem Musikunterricht
  • Die musikalische Biografiearbeit
  • Der kleinste "Chor" der Welt: mein Gegenüber und ich – die musikalische Kontaktaufnahme
  • Ein anderer Weg der Kommunikation: das musikalische Miteinander
  • Die Bedeutung von Rhythmus und Körperkontakt
  • Die Bedeutung der inneren Haltung
  • Validierende Begleitung – nonverbale Kommunikation
  • Herausforderungen im Unterricht mit Demenzerkrankten
  • Einblicke in konkrete Arbeitsprozesse anhand von Audio- und Videoaufzeichnungen
  • Den Fokus des Unterrichts neu denken: Freude als höchstes Ziel
  • Welche Voraussetzungen sollte die Lehrkraft mitbringen?
  • Wie jede Unterrichtsstunde ein Erfolg wird
  • Brainstorming zu den individuellen Gegebenheiten der jeweiligen Musikschule: Wie könnte ein Angebot integriert werden, das Demenzkranke als Zielgruppe einlädt? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig?

Diese Fortbildung gewährt den Teilnehmenden konkrete Einblicke in die musikalische Unterrichtsarbeit mit demenziell erkrankten Menschen auf der Grundlage des praxisbewährten, validierenden Musikunterrichts nach der Anke Feierabend-Methode. Sie verschafft Klarheit darüber, für welche Teilnehmenden eine Weiterbildung zur Vertiefung in Frage kommt und gibt Denkanstöße, wie sich ein Angebot für demenziell erkrankte Musikschüler*innen an der Musikschule realisieren ließe. Durch kompetente Begleitung und den gezielten Einsatz von Musik lässt sich das brachliegende Potenzial der erkrankten Musikschüler*innen aktivieren und ausbauen – zum Wohle und zur Freude aller Beteiligten.

Im Laufe des Fortbildungstages wird es ausreichend Bildschirmpausen, eine einstündige Mittagspause und Selbstlernzeiten geben.

Zielgruppe: Fachlehrkräfte für EMP, Lehrende/Pflegende im Bereich der Musikgeragogik

Veranstalter:
Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V.

ReferentIn

Anke Feierabend

Porträt

Anke Feierabend ist Violinistin, Musikpädagogin, Musikgeragogin, Bildungsreferentin und 1. Vorsitzende des TonFolgen e. V. - Verein für therapeutischen Musikunterricht Schneverdingen.

Datum

05.06.2021

Nummer

57

Zeit

10:00–17:00 Uhr

Ort
Zoom
Online
Teilnehmer*innen aus VdM-Musikschulen

€ 80,00

Externe Teilnehmer*innen

€ 90,00


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