Streicher-Meeting

Ausbildung von begabten jungen Streicher*innen: Wie geht das?

Anmeldeschluss

28.08.2022

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Studierende der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover können nach Anmeldung und Nachweis (Scan des Studierenden-Ausweises) kostenlos teilnehmen.

Ein Blick auf die gesellschaftlichen, kultur- und bildungspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre zeigt, dass es in Niedersachsen, aber auch in ganz Deutschland mit einer ambitionierten und qualifizierten Frühausbildung im Streicherbereich immer schwieriger wird. Wir wollen fragen, woran das liegt, ob man da tatsächlich von einem negativen Trend sprechen muss, und wenn ja, mit welchen Mitteln man ihm erfolgreich entgegensteuern kann.

Zu diesem Zweck lädt das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) im Rahmen seines 20-jährigen Jubiläums Musikpädagog*innen, freie Instrumentallehrkräfte und alle an dieser Thematik Interessierten zu einem Podiumsgespräch mit Erfahrungsberichten aus der Praxis in die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTM Hannover) ein.

Unterschiedliche Ansätze im Unterricht von begabten jungen Streicher*innen werden von erfahrenen Dozenti*innen vorgestellt. Wir hoffen auf eine anschließende lebendige Diskussion im Plenum, weil gerade bei diesem Thema Austausch und Kommunikation unter Expert*innen, Betroffenen und Interessierten unverzichtbar sind.

Themenschwerpunkte sind:

  • Wachstumsprobleme und Pubertät – sind dies Herausforderungen im Streicherunterricht?
  • Colourstrings - Musik empfinden, verstehen und ausdrücken: Ein Weg für die ersten Streicherjahre
  • Motivation, Timing, Fokus und die eigentliche Bedeutung von Musik - wie Erkenntnisse aus Hirnforschung und Psychologie das Unterrichten positiv beeinflussen können
  • Potentialentfaltung und Motivation - Aspekte der Unterrichtsdynamik im Bereich der Hochbegabung
  • Frühinstrumentalunterricht und Ensemblespiel: eine pädagogische Herausforderung
  • Professioneller Geigenunterricht von Kindern und Jugendlichen im Hochschulkontext

Referent*innen:

Emile Cantor war als Bratschist in Orchestern in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und Deutschland tätig, ebenso trat er als Solist in Europa und den USA auf. Neben dieser Arbeit ist er ein gefragter Pädagoge bei internationalen Meisterkursen in Europa. An der Folkwang Universität der Künste in Essen leitet er seit 1999 als Professor eine Meisterklasse für Viola. Neben seiner Jury-Mitwirkung in renommierten Wettbewerben ist er als Coach für Musikschullehrkräfte in Dänemark und Katalonien tätig.

Yvonne Frye ist hauptamtliche Dozentin für Violinpädagogik und Didaktik an der Universität der Künste Helsinki, Fakultät Sibelius Akademie. Von 2007-2021 war sie Dozentin für Violine, Kammermusik und Orchesterarbeit am East-Helsinki-Music-Institut, der Wiege der Colourstrings Methode. Sie leitete dort auch das von Géza Szilvay gegründete Streichorchester „Helsinki Children Strings“. Neben ihrer Tätigkeit an der Sibelius Akademie unterrichtet Yvonne Frye weiterhin Violine am East Helsinki Music Institute und hält international Seminare und Vorträge über musikpädagogische Themen. Darüber hinaus leitet sie weltweit Kurse (Violine und Kammermusik) für junge Musiker. 

Detlef Grooß unterrichtet an der Hochschule für Musik Mainz, ist als Bratschendozent u. a. im LJO Baden-Württemberg tätig und seit 1995 Mitglied des Nationaltheaterorchesters Mannheim. Ein wichtiger Schwerpunkt ist für ihn die Arbeit mit jugendlichen Musikern, um ihnen eine tragfähige musikalische und instrumentale Grundlage für ein späteres Leben als Profimusiker zu vermitteln. Dabei verwendet er auch Erkenntnisse aus der modernen Psychologie und Hirnforschung. Er ist außerdem Gründungsmitglied und Vorstand des Vereins Orchester des Wandels Deutschland e. V.

Elisabet Heineken studierte Instrumentalpädagogik an der HMTM Hannover und den Schwerpunkt Kammermusik an der Musikakademie Basel. Sie absolvierte die Ausbildung zur Suzuki-Pädagogin am Deutschen Suzuki Institut. Nach Unterrichtstätigkeiten im Fach Methodik des Violin- und Violaspiels an der UdK in Berlin unterrichtet sie seit 1997 an der Musikschule Wunstorf Violine, Viola und Kammermusik. Sie leitet das Wunstorfer Musikschulorchester und das Streichorchester „Camerata Capriccio“. Elisabet Heineken gibt regelmäßig Kurse für Streicherpädagogen im Bereich Frühinstrumentalunterricht und Orchesterpädagogik im In- und Ausland.

Jorin Jorden studierte Violoncello in Hannover und Düsseldorf. Er war erster Solocellist an der „Opéra Royal de Wallonie“, Lüttich/Belgien und regelmäßig Gast als Solocellist in Orchestern in Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Jorin Jorden war von 2012-2020 Mitglied des belgischen Cello-Oktetts „Ô-Celli“. Er ist Lehrkraft für besondere Aufgaben für Violoncello an der HMTM Hannover und mit einem Lehrauftrag auch an der Hochschule für Musik Detmold. Die pädagogische Arbeit, insbesondere auch mit Hochbegabten am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der HMTM Hannover ist in den letzten Jahren in das Zentrum seiner Arbeit gerückt.

Ina Kertscher studierte Violine, Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte und unterrichtete zunächst an der HfM „Hanns Eisler“ Berlin und der HfMT Hamburg. Seit 2001 arbeitet sie an der HMTM Hannover.

Wenn Sie sich nicht für die Anmeldung registrieren möchten, können Sie sich gerne bei Niklas Perk telefonisch unter 0511 270 640 54 oder per E-Mail an perk(at)musikschulen-niedersachsen.de anmelden.

Veranstalter:
Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V.

Datum

03.09.2022

Nummer

148

Zeit

11:00–15:00 Uhr

Ort
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Neues Haus 1, Raum 202, 30175 Hannover
Kosten für VdM-Musikschullehrkräfte

€ 20,00

Kosten für externe Teilnehmer*innen

€ 30,00

Kooperationspartner

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover


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