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Landesverband niedersächsischer
Musikschulen e.V.

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Mittwoch, 14. März 2018, Landesverband niedersächsischer Musikschulen

Zukunft planen und gestalten!

Kamen für die musikalische Bildung zusammen (v.l.): Martin Bujara (Leiter Musikschule im Bildungszentrum Landkreis Wolfenbüttel), Johannes Münter (Präsident des Landesmusikrats), Gabriele Lösekrug-Möller (MdB) (Präsidentin Landesverband Niedersächsischer Musikschulen), Sigrid Neugebauer-Schettler (Vorsitzende Landesverband Niedersächsischer Musikschulen), Klaus Bredl (Geschäftsführer Landesverband Niedersächsischer Musikschulen ), Daniel Keding (Leiter Musikschule Braunschweig, Vorstandsmitglied Landesverband Niedersächsischer Musikschulen) und Markus Lüdke (Künstlerischer Geschäftsführer Landesakademie Niedersachsen). Foto: Landkreis Wolfenbüttel

Es ist eine Premiere für die Musikschule des Bildungszentrums im Landkreis Wolfenbüttel (BIZ): Zum ersten Mal in ihrer 53-jährigen Geschichte richtet die Musikschule die Jahrestagung des Landesverbandes Niedersächsischer Musikschulen aus. Auf Einladung der Musikschule im BIZ veranstaltet der Landesverband Niedersächsischer Musikschulen am 15. und 16. März 2018 seine Mitgliederversammlung und Jahrestagung. Die Veranstaltung findet unter der Leitung der Verbandspräsidentin Gabriele Lösekrug-Möller MdB in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel statt.

Inhaltlich beschäftigen sich die Vertreterinnen und Vertreter der 74 öffentlichen Musikschulträger mit gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und ihren  Auswirkungen auf die musikalische Bildung in Niedersachsen. Zu den wichtigsten Herausforderungen der Zukunft zählen die wachsende Diversität der Gesellschaft, der fortschreitende digitale Wandel und der erkennbare Mangel an musikpädagogischen Fachkräften in Schulen und Musikschulen. Zu diesen Themen sollen im Tagungsverlauf konzeptionelle Lösungsansätze erarbeitet werden.

„Die niedersächsischen Musikschulen tun gut daran, die Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels bewusst aufzugreifen und aktiv zu gestalten. Als öffentliche Bildungseinrichtungen können sie dabei auf den Rückhalt der kommunalen Träger und die Unterstützung des Landes Niedersachsen vertrauen,“ sagt die Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen, Gabriele Lösekrug-Möller.

Eine wichtige Rolle spielt auch das niedersächsische Musikalisierungsprogramm „Wir machen die Musik!“. Das Programm unterstützt landesweit die Zusammenarbeit von Musikschulen mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Es ermöglichte seit seinem Start im Jahr 2009 bereits 280.000 Kindern die Teilhabe an musikalischen Bildungsangeboten und soll weiter ausgebaut werden. 

Zur Bewältigung der zusätzlich an sie herangetragenen Aufgaben benötigen die Musikschulen zwingend die Unterstützung der öffentlichen Hand. Die Mitgliederversammlung wird sich aus diesem Grund mit dem Entwurf einer Wolfenbütteler Resolution beschäftigen, in der insbesondere das Land Niedersachsen aufgefordert wird, seiner Verantwortung für die Bildungsarbeit öffentlicher Musikschulen stärker als bisher nachzukommen. Um eine Chancengleichheit der Bevölkerung bei der Zugänglichkeit der Bildungsangebote zu gewährleisten, müsse nach Auffassung des Landesverbandes die Landesförderung mindestens auf das Durchschnittsniveau der in den anderen Bundesländern gewährten Förderung angehoben werden.

„Die Freude an der Musik und das gemeinsame Musizieren verbindet Menschen. Musik ist eine universelle Sprache über sprachliche, soziale und Alters-Grenzen hinweg. Wir als Musikschule unterstützen die Menschen im unseren Landkreis dabei, diese Sprache zu lernen. Auch die musikalische Bildung braucht eine dauerhafte Struktur und muss verlässlich sein. Deshalb sind wir auch auf die Unterstützung durch das Land angewiesen, etwa durch Programme wie „Wir machen die Musik“, sagte Martin Bujara, Leiter der Musikschule des Bildungszentrums im Landkreis Wolfenbüttel.


„Wir freuen uns sehr, dass der Landesverband Niedersächsischer Musikschulen seine Mitgliederversammlung und Jahrestagung in der Landesmusikakademie Niedersachsen abhält. Als die zentrale musikalische Fortbildungsstätte des Landes Niedersachsen haben uns die meisten der Teilnehmer schon bei Probenwochen, Fortbildungen und Workshops kennengelernt. Die Musikschulen stehen vor großen Herausforderungen. So müssen sie beispielsweise in Zeiten von Youtube und Co jungen Menschen einen Anreiz geben, sich musikalisches Wissen nicht ausschließlich autodidaktisch anzueignen. Die Landesmusikakademie Niedersachsen bleibt dabei mit ihren vielfältigen Möglichkeiten gerne unterstützender Partner", so Markus Lüdke, der neue künstlerische Geschäftsführer der Landesakademie.