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Landesverband niedersächsischer
Musikschulen e.V.

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Montag, 13. Februar 2017, Landesverband niedersächsischer Musikschulen

Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen

Fördermöglichkeiten der Kulturabteilung des MWK in 2017 und 2018

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt zur Förderung der Integration von Menschen mit Fluchterfahrung in Kultureinrichtungen in diesem und im kommenden Jahr insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Hierzu wurden drei verschiedene Förderprogramme entwickelt, die sich auch an die Musikschulen in Niedersachsen wenden.

Hier die wichtigsten Eckdaten und Informationen:

1. Sonderprogramm Praktika für Menschen mit Fluchterfahrungen in Kultureinrichtungen und -verbänden

Dieses Programm läuft bereits seit einigen Monaten und wird nun verlängert. Es soll geflüchteten Menschen in erster Linie zur beruflichen Orientierung dienen. Die Praktikanten müssen den Status "Asylbewerber/innen" oder "Geduldete Person" haben und über eine Beschäftigungserlaubnis der Ausländerbehörde verfügen. Die Förderung beträgt pro Praktikumsplatz 1.500 Euro für maximal drei Monate und wird der Einrichtung zur Verfügung gestellt. Eine Praktikumsvergütung an den Praktikanten aus diesen Mitteln ist nicht vorgesehen. Verschiedene Musikschulen haben uns positive Rückmeldungen aus dem Praktikantenprogramm insbesondere zu den Einsatzmöglichkeiten der Praktikanten gegeben. Bei Bedarf kann der Landesverband entsprechende Kontakte für einen Erfahrungsaustausch vermitteln.

2. Sonderprogramm "artists in residence" - Stipendien/Volontariate für Menschen mit Fluchterfahrungen in Kultureinrichtungen und -verbänden

Mit diesem Programm soll geflüchteten Menschen, die in ihrer Heimat bereits eine Berufsausbildung oder ein Studium im Bereich Kunst und Kultur abgeschlossen haben, der Eintritt ins Berufsleben in Deutschland erleichtert werden. Sie können als Stipendiaten/Volontäre an einer Kultureinrichtung arbeiten und dafür auch vergütet werden. Ein Volontariat kann bis zu 12 Monate dauern. Das Land leistet einen Zuschuss zu den Personalkosten bis zu 1.200 Euro pro Monat bei Vollzeitbeschäftigung. Es muss Mindestlohn gezahlt werden und eine Beschäftigungserlaubnis der Ausländerbehörde vorliegen.

3. Sonderprogramm zur Projektförderung für die kulturelle Integration von Menschen mit Fluchterfahrungen

Über dieses Programm werden Angebote von Kultureinrichtungen gefördert, die sich an geflüchtete Menschen wenden und diesen auf leicht zugängliche Art kulturelle Teilhabe und Vernetzung ermöglichen. Die Förderung kann je nach Projekt zwischen 5.000 und 50.000 Euro betragen. Zuwendungsfähige Personal- und/oder Sachkosten können bis max. 75% bezuschusst werden.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Fördermaßnahmen stehen unten als Download und auf den entsprechenden Internetseiten des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur zur Verfügung.