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Landesverband niedersächsischer
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Montag, 15. Mai 2017, Landesverband niedersächsischer Musikschulen

Beständigkeit und Wandel für die musikalische Bildung in Niedersachsen

Alte und neue Spitze: Verbandpräsidentin Gabriele Lösekrug-Möller und die neue Vorsitzende des Landesverbandes Sigrid Neugebauer-Schettler

Die Mitgliederversammlung des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen bestätigt Gabriele Lösekrug-Möller MdB in ihrem Amt als Präsidentin und begrüßt Sigrid Neugebauer-Schettler als neue Vorsitzende des Landesverbandes.

Lüneburg/Hannover 15.05.17: Die Delegierten der 74 öffentlichen Musikschulen trafen am vergangenen Wochenende in der Hansestadt Lüneburg zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Die programmatische Überschrift „Zukunft gestalten“ bot reichlich Gelegenheit, sich mit ganz unterschiedlichen Themen der verbandlichen und musikschulischen Arbeit auseinanderzusetzen.

 

Zukunftsweisende Weichenstellungen erfolgten hinsichtlich der personellen Besetzung der Verbandsführung: Gabriele Lösekrug-Möller MdB, bereits seit drei Jahren mit viel Engagement und persönlichem Herzblut an der Spitze des Verbandes stehend, wurde einstimmig und mit großem Applaus in dieser Funktion bestätigt. Ihr zur Seite steht nun die bisherige stellvertretende Vorsitzende Sigrid Neugebauer-Schettler. Die Leiterin der Musik- und Kunstschule Osnabrück folgt als neue Vorsitzende Johannes Münter nach, der aufgrund seiner Wahl zum Präsidenten des Landesmusikrats Niedersachsen nach vierjähriger Amtszeit mit bewegenden Abschiedsworten von seinem Amt zurücktrat. Indem sie die niedersächsische Musikschullandschaft mit einem vielfältig angelegten Garten verglich, der bei differenzierter und liebevoller Pflege zu immer neuer und dauerhaft prächtiger Blüte gelangen kann, schuf die neue Verbandsvorsitzende auch gleich ein sehr anschauliches Bild für die thematische Vielfalt des umfangreichen und anspruchsvollen Tagungsprogramms.

 

Ein grundlegendes Thema war die qualitative Entwicklung des niedersächsischen Musikalisierungsprogramms „Wir machen die Musik!“, auf das auch die angereisten Abgeordneten des niedersächsischen Landtags in ihren Grußworten anerkennend zu sprechen kamen. Andrea Schröder-Ehlers (SPD), Volker Bajus (B90/Die Grünen) und Jörg Hillmer (CDU) drückten den Musikschulen und ihrem Verband größte Wertschätzung und Verbundenheit aus. Sie versprachen parteiübergreifend ihre volle Unterstützung, vor allem hinsichtlich der inhaltlichen Weiterentwicklung der wertvollen und politisch gewünschten Breitenarbeit.

Darüber, dass Musik eine wichtige Hilfe bei der gesellschaftlichen Integration geflüchteter Menschen sein kann, besteht weitgehender Konsens. Um geflüchtete Menschen entsprechend unterstützen zu können, hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur neue Förderprogramme aufgelegt, die von Musikreferentin Nikola Pfaff und von Markus Lüdke, Geschäftsführer der Musikland Niedersachsen gGmbH, ausführlich und anschaulich erläutert wurden und bei den Tagungsteilnehmern großes Interesse auslösten. Die Förderrichtlinien verfolgen u.a. das Ziel, geflüchteten Musikschaffenden eine berufliche Perspektive an den niedersächsischen Musikschulen zu ermöglichen.

Über solche konkreten Themen hinaus beschäftigten sich die Verbandsmitglieder auch intensiv mit strategischen Fragen der aktiven Zukunftsgestaltung. Unter souveräner Moderation von Stefan und Anja Thessenvitz fand ein langer und intensiver Meinungsaustausch der Tagungsteilnehmer vom Wandel des Selbstverständnisses bis zu den Perspektiven neuer Kommunikations- und Vermittlungsstrategien statt.

Die Diskussion zu Zukunftsthemen hätten keinen besseren Ort als Lüneburg finden können. Die zeitgemäß und modern aufgestellte Musikschule der Hansestadt kann in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiern und zählt damit zu den Pionieren der Musikschulbewegung in Niedersachsen. Das imposante neue Musikschulgebäude - in unmittelbarer Nachbarschaft zum städtischen Theater und einem Ganztagsschulzentrum gelegen - hat sich in kürzester Zeit zu einem attraktiven und etablierten kulturellen Begegnungszentrum entwickelt, das beständig wichtige Impulse in die Stadtgesellschaft hinein sendet. Dass diese Investition sich mehr als gelohnt hat, davon kündeten den beeindruckten Tagungsbesuchern der sichtlich stolze Oberbürgermeister Ulrich Mädge und viele junge Akteure der Musikschule, die ihr Publikum mit ihren innovativen Darbietungen zu begeistern wussten.

Ein großer Dank an die Musikschule, allen voran an das Leitungsteam Ulrich Petersen und Lothar Nierenz sowie ihre vielen helfenden Mitarbeiter!